Das Konzept

Das »etrium« gilt als ein besonders energiesparendes, nachhaltig konzipiertes Bürogebäude in Passivhausbauweise. Es erfüllt vollständig die Passivhauskriterien. Deshalb unterscheidet sich sein Energieverbrauch stark im Vergleich zu konventionellen Bürobauten. Sein Bedarf an Heizwärme überschreitet 10 kWh im Jahr pro Quadratmeter nicht. Auch verbraucht das »etrium« nicht mehr als 116 kWh/m² an Primärenergie.

Atrium

In das Gebäude integriert befindet sich das Atrium, das eine zentrale Abluftfunktion erfüllt. Es ermöglicht eine optimale Tageslichtnutzung.

Dach

Das stark gedämmte Flachdach ist begehbar. Auf ihm sind eine Photovoltaik-Anlage sowie Urban Turbines, kleine Windturbinen, installiert. Beides dient der nachhaltigen Deckung des restlichen Energiebedarfs.

Lüftungskonzept

Die Zufuhr der Frischluft erfolgt über die Lüftungsanlage in Verbindung mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung. Sie wird bei Bedarf über das Grundwasser vorkonditioniert. Die raumlufttechnische (RLT-)Anlage und zonenweise Nachheizregister übernehmen die Heizwärmeverteilung. Die Nachheizenergie stellt eine Grundwasserwärmepumpe zur Verfügung.

Sonnenschutz

Ein außen liegender, individuell steuerbarer Sonnenschutz, z.B. durch Raffstores, mit hoch reflektierender Beschichtung und separat steuerbarer oberer Lamellen zur Lichtlenkung sorgt für eine optimale Nutzung von Sonnenlicht.

Fenster

Die energieeffizienten Fenster bestehen aus Holz- und Aluminiumrahmen mit einer 3-fachen Isolierverglasung. Sie ermöglichen einen optimalen Wärmeschutz.

Künstliche Beleuchtung

Das »etrium« setzt auf energieeffiziente Beleuchtung etwa durch den Einsatz von Präsenzmeldern sowie Tageslichtsensoren. Diese dimmen automatisch das Licht in Abhängigkeit von der notwendigen Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz.

Dämmung

Zur Minimierung von Energieverlusten (Wärme, Kälte) sind die Wände des »etriums« maximal gedämmt. Dadurch kann das »etrium« selbst bei Extremtemperaturen auf ein aktives Klimasystem verzichten.

Regenwassernutzung

Zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen setzt das »etrium« auf die Nutzung von Regenwasser.

Architektur: Benthem Crouwel, Aachen/Amsterdam
Architektur: Benthem Crouwel, Aachen/Amsterdam